"Ich weiß nicht, was ich will" – Der geheime Satz der Erfolgreichen

Audiofolge•32:39

Veröffentlicht am: 9. Januar 2026 um 14:50

"Ich weiß gar nicht, was ich will."

Das sagen nicht die Orientierungslosen. Das sagen die Erfolgreichsten – Menschen, die Unternehmen aufgebaut, Karrieren gemeistert, alles erreicht haben, was man sich vornimmt.

Wie kann das sein?

In dieser Folge entschlüsseln wir den Origin Code – die unsichtbaren Programme, die im Hintergrund laufen und dich ausbremsen, obwohl nach außen alles stimmt.

Worum es wirklich geht:

Warum "Ich weiß nicht, was ich will" keine Schwäche ist, sondern eine Schutzstrategie

Scham, Schuld und die stillen Loyalitätsverträge, die du nie unterschrieben hast

Der Unterschied zwischen Individualisierung (was die Gesellschaft von dir verlangt) und Individuation (wer du wirklich bist)

Was es bedeutet, eine Identität zu bauen, die dein Wachstum tragen kann

Erwähnte Denker:

Heinz Abels (Soziologie der Identität) • Doğan Cüceloğlu (Kultur der Angst) • C.G. Jung (Individuation)

Weiterführend:

→ Deine Mondknoten-Kombination entschlüsseln: Soul Mission Unlocked

→ KARMA HOROSKOP 2026 – jetzt auf Amazon

→ Essays & mehr: bemervellous.com


Transkript:

Ein Paradox, das mich nicht mehr losgelassen hat und ich unbedingt mit dir auch teilen musste. Herzlich willkommen bei Karma Talk mit B Marvel. Dieser Podcast begleitet dich durch Übergangsphasen deiner Identität. Dort, wo karmische Prägungen sichtbar werden und die Mondknoten, die den Weg zwischen Vergangenheit und Zukunft zeigen. In dieser Podcast Folge habe ich ein wirklich spannendes und ziemlich paradoxes Thema für dich. Ich habe nämlich immer mit den Personen zu tun, die davon betroffen sind. Kenne ihre Horoskope sehr gut und berate sie regelmäßig. Es geht hier hauptsächlich um erfolgreiche Menschen, also in ihrer Karriere, in ihrem Beruf und als Unternehmer generell in ihrem Leben. Also Leute, die objektiv wirklich alles erreicht haben oder zumindest so erscheinen, was man sich nur vornehmen kann und trotzdem die dann Sätze sagen wie ich bin festgefahren oder das ist vor allem der Ich weiß gar nicht, was ich will. Ja, und man denkt sich auf dem ersten Blick automatisch, wie kann das denn bitte sein? Ich meine, wie kann jemand, der ein ganzes Imperium aufgebaut hat, nicht wissen, was er will? Wie hat es denn bisher funktioniert? Und das ist exakt die Frage, auf die ich heute genau eingehen will, denn das ist kein Zufall und auch kein Luxusproblem. Bitte verstehe mich richtig. Was sich mir durch zahlreiche Horoskope und Biographien begegnet ist von realen Menschen, also keine Promis, sondern meine Kunden Hauptsächlich meine Materialien zu Karma, aber auch Psychologie und Soziologie deuten auf viel tiefere, fast unsichtbare Muster hin. Okay, also meine Mission heute ist es also diese verborgenen Barrieren aufzudecken, die diese Topperformer, High Achiever oder auch Menschen, die vor allem nur funktionieren oder dauernd funktionieren oder funktionieren müssen, ausbremsen. Das Ganze ist wie ein Ursprungscode, der im Hintergrund ständig läuft und ihren Weg blockiert. Obwohl nach außen hin eigentlich alles perfekt scheint. Und diese Menschen geben sich auch außerordentlich viel Mühe, um diesen Schein auch zu bewahren. Und darüber möchte ich einmal mit dir reden. Man könnte von außen gesehen meinen, dass Menschen, die in ihrem Beruf erfolgreich sind oder Unternehmen gegründet haben, eigentlich ziemlich gut wissen, wie und warum sie das tun und dass sie eine gute Strategie haben. Das wirkt zwar von außen gesehen so, aber gerade sie kommen immer wieder mit der Frage und dem Schmerz, dass sie keine Orientierung im Leben haben und was sie aus ihrem Leben machen wollen. Und was sie da machen ist nicht nur über die nächste große Vision zu sprechen, sondern sie wirken wie gefangen im täglichen Drama und dass es ihre Umgebung und vor allem ihre Liebsten oder eben ihr ne soziales Umfeld das merken. Sie haben Themen mit den Mitarbeitern, mit dem Partner, Partnerin und der Familie. Sie tun so viel für andere, aber wenn es um sie selbst geht, sagen sie, dass sie eigentlich gar nicht wüssten, was sie wollen. Und wenn sie innerlich was wollen, dann genau deswegen kommen sie ja zu mir, dann merke ich, dass sie Angst haben, wie andere Menschen auf sie reagieren. Und das ist doch eigentlich total verrückt, oder? Aber genau das ist der Kern des ganzen Rätsels, denn hier sehen wir eines, die Bremse ist nicht intern, also wovon die meisten ja eigentlich ausgehen, sondern extern. Es ist die Angst vor der sozialen Reaktion und damit sind wir direkt bei zwei Mechanismen und zwar Scham und Schuld, ne? Das sind so unangenehme Themen, über die wir nicht gerne reden und vor allem nicht offen reden. Aber du musst wissen, das sind keine persönlichen Schwächen oder gar Fehler im Charakter, wie diese Menschen meist annehmen und diese Bürde versuchen alleine zu tragen. Es sind unbewusste Regulatoren, also uralte Programme, die unser Zusammenleben in der Gruppe, ja, wie es eben eigentlich Jahrtausende lang war, sichern sollen oder sollten und vor allem vor der modernen Gesellschaft soziale Regulatoren Das klingt erstmal sehr technisch und lass uns das mal ein bisschen greifbar machen. Was haben den Scharm und Schuld in diesem Kontext mit sozialen Regulatoren zu tun? Scham zielt direkt auf unser Sein ab. Ja, being. Sie stellt die unbewusste Frage, darf ich denn so sein, wie ich sein will? Stell dir vor, du wächst in einem Umfeld auf, in dem alle hart arbeiten, aber niemand wirklich reich wird. Also das, was man verdient, reicht nur für das Nötigste, für die Grundbedürfnisse. Ja, der Grund dafür kann fehlende Bildung sein oder Krankheit, Unfälle in der Vergangenheit oder ein Schicksalsschlag oder vielleicht wenn man migriert oder geflüchtet ist, könnte das an Chancenung Ungleichheiten liegen, sozialen Ungleichheiten liegen oder das können auch Ursachen sein, die kulturell geprägt sind. Da da gibt es verschiedenste Gründe dafür. Wenn du aber dann plötzlich extrem erfolgreich bist, kann sich das anfühlen, als wärst du ein anderer Mensch geworden, als würdest du nicht mehr dazu gehören. Die Scham, also die Angst, ist die Zugehörigkeit zur Herde zu verlieren, wenn man über sich hinauswächst. Es ist die Angst vor dem Ausschluss und die Schuld. Wenn Scham das Sein betrifft, also Being, dann betrifft Schuld das Handeln, Agency. Schuld bezieht sich auf das, was du tust. Gerade bei erfolgreichen Menschen und vor allem Frauen. Ja, vor allem bei Frauen nennt man das die Achiever Guild, also die Schuld des Erfolgreichen. Und das ist dieses nagende Gefühl, die eigene Herkunft oder die Menschen von und früher zu verraten, indem man ein anderes, erfolgreicheres, vielleicht leichteres Leben führt als sie. Man hat das Gefühl, man lässt sie im Stich. Scham schützt also die Zugehörigkeit. Ich bin noch eine von euch zu sagen und Schuld schützt die Loyalität. Ich habe euch nicht verraten. Beides sind im Grunde genommen gewisse Sicherheitsprotokolle oder so wie Firewalls im Computersystem. Und diese Sicherheitsprotokolle, die ja früher vielleicht mal total sinnvoll waren, um in der aufgemeinschaft nicht rauszufliegen. Ja, z.B. die werden an dieser speziellen Erfolgsschwelle plötzlich zur größten Wachstumsbremse. Sie verwandeln sich vom Schutzschild in einen goldenen Käfig und das erklärt auch eine andere Beobachtung aus meinen Gesprächen mit diesen Menschen, nämlich, dass ständig Worte verwendet werden, wie z.B. loslassen oder zu verlieren. Und wenn man diese Menschen fragt, wovor sie Angst haben, sagen sie selten mein Geld zu verlieren, den Status zu verlieren. Ja, also nichts materielles. sondern es geht fast immer um die Angst, Bindungen und Beziehungen zu verlieren. Die unbewusste Gleichung im Kopf lautet: Ich werde nur geliebt, solange ich kompatibel bleibe. Also, es gibt in ihrer Welt keine bedingungslose Liebe. Das ist nicht möglich. Also, sie denken unbewusst, solange ich nicht anders, zu erfolgreich oder zu frei werde und das betrifft hauptsächlich Frauen, ja, bleiben sie in der Herde. Das ist ein sehr, sehr starker und blockierender Gedanke. geliebt zu werden, ja, zu wollen geliebt zu werden, solange man sich anpasst und kompatibel bleibt. Aber warum sitzt das so unfassbar tief in uns? Man würde ihr denken, ein erwachsener, erfolgreicher Mensch vor allem kann sich ja darüber hinwegsetzen. Aber wenn das menschliche Verhalten oder die Psyche so einfach wäre, bräuchte man ja keine Psychologen oder Astrologen oder Philosophen. Ja, bräuchte man fast keine Wissenschaft, vor allem die geistige Wissenschaft. Der Mensch ist ein sehr, sehr, sehr komplexes Wesen. Was hier zum Vorschein kommt, sind unsichtbare Verträge. Ja, das was die karmische Astrologie relativ simpel anhand des Horoskops alleine schon erkennt, ohne dass diese Menschen über ihre Probleme sprechen müssen. Das klingt ja fast schon magisch, aber es ist eigentlich nicht so. Ja, es ist eine reine Mathematik und gerade mit der karmischen Astrologie versuchen wir dieses hochkomplexe System oder diese hochkomplexen Variablen und Verbindungen im kosmischen Gefüge zu entschlüsseln, so gut es geht. Die Unsichtbaren Verträge sind unausgesprochene Loyalitäten und Regeln aus unserem Familiensystem, unserer Herkunft, unsere Geschichte und meist aus unserem Karma natürlich. Karma ist ja die Vorgeschichte unseres heutigen Lebens. Das sind auch oft so Sätze, die nie gesagt werden oder wurden, aber die man immer noch in sich spürt. Ja, sowas wie bei uns wird immer hart gearbeitet oder ähm Geld verdirbt den Charakter oder vergiss nie, wo du herkommst, ne? Gerade was Frauen betrifft. Ja, das sind so die Klassiker. Und jeder Schritt über diese unsichtbare Grenze hinaus fühlt sich an wie Verrat. Man bricht einen Vertrag, von dem man nicht mal wusste, dass man ihn unterschrieben hat. Und das Schlimmste ist wahrscheinlich, dass diese äußeren Erwartungen irgendwann verinnerlicht werden. Ganz unbewusst. Ja, man fängt an, die eigenen Wünsche als Problem zu sehen. Und das bringt uns direkt zu einem anderen Punkt und ich nenne das die Egokontamination, ne? Weil jeder spricht über Ego, wie schlecht und negativ das Ego ist und so weiter. Darüber werde ich in einer anderen Podcast Folge noch mit dir im Detail sprechen, aber in dieser Folge muss ich das auch unbedingt erwähnen. Ja, das ist nämlich ein ganz ganz entscheidender Punkt. Gerade in Kreisen, die sich mit Persönlichkeitsentwicklung oder Spiritualität beschäftigen. Mhm. Gerade hier wird der natürliche Wunsch nach Wachstum, nach mehr vom Leben zu wollen oder auch zu begehren oder Leichtigkeit zu leben, oft fälschlicherweise als egoistisch oder uns spirituell abgetannt. Muss man sich mal vorstellen, ne? Da fragt sich nämlich jemand, der Millionen Umsätze macht, ja, ein erfolgreicher Unternehmer, eine Unternehmerin oder ein Topmanager oder eine Ärztin, ein Anwalt etc. Ob sein Wunsch vielleicht mal weniger zu arbeiten, nicht nur sein Ego ist oder vielleicht sogar selbstsüchtig ist. Ja, muss man sich mal vorstellen. Und da wird der eigene legitime Wunsch nach einem besseren Leben zu etwas schmutzigem erklärt. Und genau das führt zu seinem fatalen Muster. Diese Menschen prüfen ihre Bedürfnisse nicht mehr auf Stimmigkeit, was wichtig wäre. Also, sie fragen sich nicht äh passt das wirklich zu mir? Sondern, und das ist so so wichtig, sondern sie fragen nach Erlaubnis und sie fragen, darf ich das überhaupt wollen? Das ist ein gewaltiger Unterschied, ne? Sie misstrauen ihren innersten eigenen Impulsen und das, was eigentlich tiefer unter diesem sogenannten ähm so ausgelutschten, mittlerweile ausgelutschten ähm Begriff oder diesem Phänomen ist, dem sogenannten Impostyndrom liegt, ist eigentlich genau das ja meine Meinung. Und es ist also nicht so, dass sie ihre Bedürfnisse nicht kennen würden. Ich kann nicht glauben, dass sie es nicht sehen und dass sie es nicht kennen, ne? Weil ähm also gar nicht, weil die Menschen, die zu mir kommen, zur Beratung, die sagen immer, nachdem das Gespräch zu Ende ist, sagen sie dann: "Eigentlich wusste ich das schon, eigentlich habe ich das schon gespürt, eigentlich war das schon immer so der innere Ruf, aber ich war mir nicht sicher und so weiter. Sie sehen das eigentlich schon klar in sich. Sie hören diesen Ruf ja schon. Ja, aber in dem Moment, indem der Wunsch auftaucht, kommt sofort die innere Verurteilung, eine Art ähm eine Art Selbstzensur, äh eine Art präventive Selbstzensur. Das heißt, wenn jemand sagt, ich weiß nicht, was ich will, dann ist das nicht eine Schwäche, sondern eigentlich, ne, eigentlich ist es eine extrem clevere Schutzstrategie. Also clever in Anführungszeichen in diesem Kontext. Aber m was sie eigentlich damit bezwecken ist erst gar nicht auf die Idee zu kommen, ja, zu fragen, was sie eigentlich wirklich möchten oder auszusprechen, was sie eigentlich wirklich möchten. Ja, und was hier faszinierend ist, ist die Logik des Systems dahinter. Also, wenn ich meinen Wunsch gar nicht erst klar formuliere, wenn ich ihn selbst vor mir verborgen halte, dann muss ich auch keine sozialen Konsequenzen dafür tragen oder überhaupt irgendwelche Konsequenzen dafür tragen. Ja. wofür man sich vielleicht selbst irgendwann rechtfertigen müsste oder sogar bereuen würde. Verstehst du? Ich muss mich nicht mit der Schuld gegenüber meiner Familie oder der Scham gegenüber meinen alten Freunden oder gegenüber meinen Mitarbeitern auseinandersetzen. So, die Unentschlossenheit ist dann ein hochwirksamer Sicherheitsmodus, um den Status kurz zu erhalten und niemandem vor den Kopf zu stoßen. Das Problem ist also nicht die fehlende Vision, sondern die unbewusste Angst vor den Kost. dieser Vision oder vor den Kosten von dem, was sie eigentlich wollen vom Leben. Ja, und genau hier wird es richtig spannend, weil in mir ist immer noch die Soziologin, die lebt. In der Soziologie ist das Thema der Identität ein sehr großes und komplexes, ne? Also Soziologie betrachtet ja alles aus dem sozialen Kontext heraus ähm im Vergleich zu den Normen, also was ist normal, was ist nicht normal etc. so einfach ausgedrückt. Und in all den Jahren, in denen ich mich zusätzlich mit Psychologie und natürlich mit Astrologie beschäftigt habe, ist mir ein wesentlicher Unterschied zwischen zwei Konzepten aufgefallen. Wir leben ja angeblich im Zeitalter der Individualisierung und über Individualisierung hat man Bände geschrieben, ne? Auch allein in der Soziologie. Ich dachte immer, das ist was Gutes, ja, Freiheit, sein eigenes Leben zu gestalten. Wir leben in einer Demokratie. Ähm, es ist gut und toll auf den eigenen Beinen zu stehen, vor allem als Frau. Frei und eigenständig zu denken ist super und ein Luxus, ne? Und die Frage ist hier, wie viel wir davon tatsächlich machen können oder wie viel uns dieses System überhaupt erlaubt. Und vor allem, man hat uns weiß gemacht, dass Individualisierung eine Wahl sei. Es ist wohl für die Menschen eher eine Qual der Wahl als eine Quelle für Glück, würde ich sagen. Das ist jetzt ganz wichtig, um das ganze Bild zu verstehen. Laut dem Soziologen Heinz Abes ist Individualisierung eben keine freie Wahl, sondern ein sozialer Zwang der Moderne. Früher haben die die Kirche, die Tradition, das Dorf gesagt, wer du bist oder zu sein hast, ne? Jedes Alter bedeutete vielleicht ein neues Level, neue oder andere Kleidung, ja, das soziale Signale sendete oder wofür Rituale z.B. gehalten wurden. Ähm verheiratete, ledig oder Verwitte hatten jeweils ihren eigenen Haarstil oder ihre eigene Kleidung, woran man ihren Status und auch Teil ihrer Identität von außen bereits erkennen konnte. Also, das waren sehr einfache praktische Kategorisierungen und genau das gab Orientierung. Es stimmt schon, es war sehr eng, ziemlich eng und zwanghaft, aber es gab den Menschen Orientierung. Und heute sagt die Gesellschaft: "Du bist frei. Mach was aus dir. Folge deine Leidenschaft. Ja, schreib deine eigene Biografie und wir müssen unser Leben selbst gestalten. Das, was mit dir geschieht oder wer du bist open end." Ja, die Gesellschaft gibt uns die Freiheit, aber keinen Kompass mehr. Sie liefert keine innere Ordnung und Ich erwähne das immer wieder. Für Menschen ist Ungewissheit eine Art weiße Folter, also eine psychische Folter. Sie bevorzogen es z.B. lieber, also es gibt verschiedene ähm es gab dazu verschiedene Experimente ähm eine bevorstehende Strafe zu kennen und können das ertragen, weil sie es eben wissen, äh was auf sie zukommt, als nicht zu wissen, was sie erwartet und wo alles ungewiss ist, zeitlich wie inhaltlich. Und was ist das Ergebnis davon? Was macht dieser Zwang zur Selbstgestaltung mit uns. Abels beschreibt das sehr, sehr, sehr bildhaft. Es entsteht eine Identität, die von der Hand in den Mund lebt. Das hat er genauso in seinem Buch geschrieben. Ja, auf der ersten Seite über Identität unter dem Titel. Was heißt das schon wieder? Identität ist nicht in einem stabilen Kern verankert, sondern situativ, taktisch und immer auf Kompatibilität mit dem äußeren Umfeld ausgelegt. Das heißt, wir werden oder sind Meister der Anpassung. Wir erschaffen hochfunktionale Menschen, ne, die im Grunde nur Rollen erfüllen. Die Rolle des erfolgreichen Unternehmers, des guten Familienvaters, der liebevollen Mutter etc. Aber wir haben oft keinen stabilen inneren Kern mehr, der das alles zusammenhält. Und das heißt, diese Menschen mit Karriere, Status und Unternehmer, also wieso nenne ich das denn explizit? Weil diese Menschen brauchen sich nicht mehr um die Grundbedürfnisse zu kümmern, ne? Die sind schon eine Ebene im Leben weiter, aber trotzdem haben sie dieses unglückliche äh Gefühl, diese Lehre in sich. Deswegen geht es ja genau um den Paradox des Erfolges. Ja, also die Menschen, über die wir hier sprechen, sind eigentlich die perfekten Schüler der Individualisierung, weil sie hatten die Wahl unter Anführungszeichen. Sie haben gelernt, wie man sein Leben selbst baut, wie man Verantwortung übernimmt und wie man ohne äußere Leidplanken funktioniert. Mhm. Tja, und genau das führt sie dann direkt in diese innere Lehre. Sie haben das Spiel der Individualisierung gewonnen, aber sie merken, dass der Preis dafür eine Art innere Heimatlosigkeit ist. Was bei dieser Identitätstheorie komplett übersehen wird, ist folgendes. Individualisierung ist nicht dasselbe wie Individuation, obwohl das, was für die Identitätsbildung eigentlich wesentlich ist, die Individuation ist, ne? Die Lehre der Individuation und der Begriff stammt von Karl Gustav Jung, hat also nichts mit Soziologie zu tun. Was genau ist der Unterschied zwischen diesen zwei Begriffen, ne? Wenn Individualisierung der Zwang von außen ist, ist Individuation ein rein innerer Prozess. Es geht darum, zu einer Einheit zu werden mit sich selbst, mit all seinen Anteilen. Ein Individuum zu sein bedeutet nämlich ein unteilbares, ein kohentes ganzes vom Selbst. zu entwickeln. Karl Gustav Jürg sagte, das Ziel ist nicht Perfektion, sondern Ganzheit. Das Ziel ist also Individuum nicht mehr situativ und kompatibel zu sein und sich wie ein Kamäelon ständig anders außen zu richten und anzupassen, sondern auch unter Druck und in verschiedenen Kontexten stabil zu bleiben. Das ist sehr wichtig, in verschiedenen Kontexten, Situationen stabil zu bleiben. Das ist der innere halt, der für so viele Menschen fehlt. Das heißt also Individualisierung fragt, was kann ich aus mir machen, damit es funktioniert? Ja, hier ziehst du dir ständig irgendwelche Kostüme an, je nachdem, wie die Situation sich ergibt, ne, oder wie die Lebensumstände sind, wie ein Cosplay und Individation fragt, wer bin ich wirklich jenseits von all den Rollen, die funktionieren und die von anderen erwartet werden. Hier bist du splitternackt. Mhm. Der Kernkonflikt in unserer modernen westlichen Gesellschaft vor allem ist also Individualisierung. Zwingt dich dein Leben zu gestalten, ja, selbst zu gestalten. Und Individuation befeh dich dabei, du selbst zu bleiben. Und natürlich musst du hier wissen, wer ist denn dein Selbst? Wer bist du in Wahrheit und wofür bist du hier? Ich kann es nicht oft genug sagen, aber die simpelste Antwort darauf, karmisch astrologisch gesehen natürlich gibt dir dein Mondknoten im Horoskop. Und diesen habe ich nicht umsonst in allen 144, sage und schreibe 144 Kombinationen detailliert ausgearbeitet, damit du diesen inneren Halt erlangst und Orientierung bekommst, die du brauchst. Ist das denn bitte keine Kasse Erkenntnis, ne, mit Individuation und Individualisierung. Diese erfolgreichen Menschen und vor allem Unternehmer, mit denen ich Gespräche und Beratungen führe, sie haben die Individualisierung gemeistert, aber den Prozess der Individuation nicht gelernt oder sich nicht getraut damit zu beginnen. Sie leben in dem was eine sogenannte kompatible Identität ist, statt in ihrer eigenen integrierten Identität auf Kosten ihrer Gesundheit und ihres Glücks und vor allem ihrer Lebenszeit. Wenn wir das jetzt also mit dem größeren Ganzen verbinden, dann ist das nichts weiter als ein Paradox des Erfolgs. Ja, eine direkte fast schon logische Folge der moderne. Man denkt sich ja, Erfolg macht glücklich, ne? Aber das muss nicht so sein. Und die Freiheit, die uns die Individualisierung verspricht, wird zur totalen Überforderung und führt zur inneren Lehre. Wenn der innere Prozess der Individuation nicht stattfindet und nicht beginnt, dann wird der Erfolg zu einer weiteren anstrengenden Rolle, die man lediglich spielt oder Einzwangskostüm, das man trägt, aber nicht zum Leben, dass man von ihnen heraus wahrhaftig bewohnt und und das einem einfach nur einengt, so dass man nicht einmal mehr atmen kann. Ja, und deswegen haben diese Menschen immer das Gefühl, einfach nicht im Leben anzukommen, obwohl sie ständig leisten, obwohl sie ständig funktionieren und vielleicht sogar Imperien aufgebaut haben. Ja, zum Schluss möchte ich einen meiner Lieblingspsychologen, ein ehemaliger türkischer Psychologe, der in zwei Welten gelebt hat, in den USA und die späteren Jahre in der Türkei verbracht hat, der leider auch mittlerweile bereits verstorben ist und der diesem Thema noch eine kulturelle Dimension gibt, ne? Das möchte ich noch erwähnen. Der Psychologe, von dem ich spreche und der in der Türkei ziemlich bekannt ist, ist Doran Jugelolo. Ich hatte ihm mal eine E-Mail geschickt, nachdem ich während eines meiner schwierigsten Phasen in meinem Leben zwei Bücher von ihm gelesen hatte und die in mir sehr viel bewegt haben, ne? Also noch bevor ich den Zugang zur Karastologie gefunden hatte. Und er fragte mich nach meiner Wohnadresse. Ich war dann überrascht, was da jetzt los war und er schickte mir einfach ein Buch mit seinem Autogramm und einer persönlichen Nachricht für mich, ja, als Antwort auf meine E-Mail. Und das werde ich ihm nie vergessen, vor allem deswegen nicht, weil er auch meinen persönlichen Wendepunkt im Leben quasi auch mitgeprägt hat durch seine Worte, durch seine Bücher. Ja, und er spricht nämlich häufig von einer Kultur der Angst in unserer heutigen modernen Gesellschaft. Dieses Konzept ist unglaublich kraftvoll, weil es den Rahmen von der reinen Psychologie auf eine ganze Gesellschaft hebt, ne? Also genauso wie mein soziologisches Herz auch wirklich liebt und Jujel Lolo sagt, in vielen Kulturen ist Angst nicht nur ein persönliches Gefühl, sondern das zentrale Organisationsprinzip. Wir brauchen uns nur ein bisschen umzusehen und nur die News anzuschauen, dann habt ihr sofort ein Gefühl dafür, ne? Wir gucken nur auf Instagram, Facebook oder wo auch immer wir unterwegs sind und schon flattern diese ganzen angsteinflößenden Berichte oder diese Clickbait Beiträge und alle Münden ein bisschen so in der Ebene der Angst. Ja, eine Kultur der Angst ist also eine Gesellschaft, die Konformität und Anpassung belohnt und authentischen Selbstausdruck, also Individuation systematisch bestraft oder belächelt. Hallo alle, die als Verschwörungstheoretiker abgestempelt werden, ne? Mein besonderes meine besonderen Grüße gelten euch. Und man lernt also von klein auf sich ähm nicht laut zu verhalten, nicht aufzufallen und Und man macht einfach das, was von einem erwartet wird. Das Ergebnis davon ist dann wie also wie Doran Jugel das nennt, ist es zu leben als ob. Also wie ein möchte gern ein wanner be Leben zu leben, ein Leben als ob. Ja, man tut so als ob man glücklich ist, man tut so als ob man der starke Chef ist. Man tut so als ob man alles im Griff hat. Das ist die perfekte Beschreibung für diese funktionale, aber leere Identität, ne? Genauso wie man ein Kostüm anzieht oder Cosplay spielt, da tut man ja auch so als ob man dieser Charakter wäre. Und das ist etwas, was wir eben auch bei Heinz Abels Definition von Identität auch gesehen haben. Das ist z.B. der Manager, der im Büro den harten Hund spielt, weil er glaubt, das wird von ihm erwartet, ne? Aber abends nach, wenn er nach Hause kommt und sich dann zurückgezogen hat und sich total ausgebrannt fühlt, weil das nicht er ist, was er den ganzen Tag da macht und vielleicht sogar heimlich weint, oder Alkohol trinkt. Ja, da spielt er die Rolle, da spielt er die Manager Rolle und befindet sich in einem Zwangskostüm, was ihn so einengt, dass er nicht einmal atmen kann. Ja, und der Weg daraus, der Weg hinaus aus dieser Kultur der Angst ist für Judj Lolo, die wahre Freiheit. Also so heißt auch sein Buch, was ich von ihm als erstes gelesen hatte. Ja. Ähm das heißt die wahre Freiheit und das ist eben viel mehr als nur die Abwesenheit von Äußerem Zwang. Du kannst in der freien Demokratie der Welt leben und trotzdem ein Gefangener deiner inneren Kultur der Angst sein. Warum brauchen immer mehr Menschen psychologische und psychiatrische Begleitung, leiden an Burnout, Depressionen, Panikattacken oder gar an Suizidgedanken? Wahrefreiheit ist also der Übergang von der äußeren Wahlfreiheit, also der individuellen, zur inneren Erlaubnis, zur Individuation. Und genau Darum geht es. Es ist der Moment, indem man die volle Verantwortung für die eigene innere Welt übernimmt. Auch wenn das soziale Kosten haben könnte, ja? Auch wenn vielleicht nicht mehr jeder klatscht oder nicht mehr jeder bei dir bleibt. Ja, und das passt perfekt zu einer letzten sehr spannenden Beobachtung aus meiner Arbeit mit diesen Menschen und worüber ich im KMER Room auch schon eine Challenge gemacht habe, die Rolle der Wut und astrologisch gesehen der Mars in uns. Ja, die Rolle von in unserem Leben. Und in einer Kultur der Angst ist Wut eine der schlimmsten Emotionen. Sie ist eine Bedrohung für die Harmonie und wehe, du bist als Frau wütend. Dann wirst du direkt als hysterisch und zickig abgestempelt und abgewertet. Aber in einem Individuationsprozess wird Wut zu einer der wichtigen Orientierungsenergien. Sie ist wie ein Navigationsinstrument, das uns zeigt, wo unsere Grenzen überschritten werden und wo die blockierte Verbindung zwischen unserem in en Bedürfnis und der äußeren Handlung wiederhergestellt werden muss, denn bei Mars geht es schließlich um Drive und Handlung, also Aktion. Was bedeutet das jetzt nun alles? Für mich ist die wichtigste Erkenntnis, dass es wichtig ist, diese Gefühle als kein persönliches Versagen zu empfinden. Es ist kein Zeichen von Schwäche oder gar von Undankbarkeit oder von diesem bösen, bösen Ego. Es ist eine absolut vorhersagbare, fast notwendige Entwicklungsschwelle. Der Punkt an dem alte Betriebssystem, ja, das auf soziale Kompatibilität ausgelegt war, zur größten Bremse für das eigene Wachstum wird. Deshalb kann die Lösung auch keine weitere Businessstategie oder noch mehr Selbstoptimierung sein. Das klappt nicht, weil das wäre ja wieder nur eine weitere Form der Individualisierung, oder nicht? Deswegen ist eine Identitätsarchitektur, so wie ich das nun nenne, so wichtig. Identitätsarchitektur ist die bewusste und aktive Neugestaltung und vor allem aber Anerkennung der eigenen inneren Statik. Ja, also eine Statik, das jedes Gebäude haben muss, um von keinem Sturm oder Erdbeben einzustürzen. Ja, und es geht darum, eine Identität zu konstruieren, die das Gewicht des eigenen Erfolgs und der eigenen Freiheit auch wirklich tragen kann, weil wozu dann das Ganze, ne, wozu so viel arbeiten, erfolgreich sein, so viel verdienen etc., wenn du am Ende einfach nicht gelebt hast, nicht glücklich gelebt hast, ja, nicht erfüllt gelebt hast. Also, der Weg, den wir gehen müssen, ist von einer reinen, kompatiblen Identität hin zu einer integrierten ganzen Identität, die nicht mehr ständig um Erlaubnis fragen muss. Warum suchen sich so viele Menschen Hilfe mit der Astrologie? Weil sie eine Orientierung im Leben wollen und brauchen. Ja, doch das ist nur dann so hilfreich, wie gut du dich selbst verstehst und kennenlernst. Und das kannst du auch mit Hilfe der Astrologie tun. Du musst wissen, wer du bist und wofür du da bist. Das ist deine ganz individuelle und stärkste innere Navigation. Du bist nicht hier nur die Hälfte von deinem wahren Sein oder deiner Potentiale zu zeigen oder nur einen Viertel, sondern voll und ganz. Und dazu gehören alle Anteile von dir, ja? Nicht nur die guten, auch die dunklen und vor allem diese Dunklen und jene, die du niemandem zeigen würdest. Du musst diese dunklen Anteile auch nicht der ganzen Welt zeigen. Darum geht es nicht. Wichtig ist, dass du sie vor dir selbst nicht mehr verheimlichst und wegstößt und unterdrückst, als seien sie nicht da. Das hilft weder dir noch deinem sozialen Umfeld oder deinem Liebsten. Ja, was würde denn wirklich passieren, wenn du aufhörst, eine Identität zu behaupten, die für andere funktioniert und stattdessen anfängst, eine innere Architektur zu bewohnen, die für dich wahrhaftig da ist, also wirklich bei dir anzukommen, endlich zu deiner Heimat zu finden. Sind denn diese Kosten nicht du selbst sein zu können und so handeln zu können, nicht das teuerste in deinem Leben im Vergleich zu den sozialen potentiellen Kosten, die du dir ständig ausmalst und die womöglich nie so eintreten werden. Du trägst die teuersten Kosten für dieses Leben, indem du genauso handelst, wie du handelst. Überleg dir das mal. Und wenn du den ersten Schritt in deinen Individuationsprozess wagen möchtest, dann fang unbedingt mit der Soul Mission Anlagreihe und und deine Mondknoten an und folge Bales, was du daraus noch aus dir herausholen kannst, ohne Schuld oder Scham. Und ich möchte mich jetzt an dieser Stelle fürs Zuhören bedanken. Falls du den Podcast noch nicht folgst, dann tu das gerne jetzt und hinterlasse auch eine Bewertung da. Ach so, ja, und falls du eine Orientierung für 2026 möchtest, ich habe ein Buch rausgebracht zu finden auf amazon.de. Den Link dazu findest du in den Shownotes. Bis zur nächsten Folge. Danke fürs Zuhören und mach's gut.


THE KARMA CODE™

Viele der Themen, die in diesem Podcast berührt werden, entstehen an einem Punkt, an dem das bisherige Selbstbild nicht mehr trägt. Äußere Erfolge bestehen weiter, innerlich fehlt jedoch eine stabile Referenz für Orientierung, Entscheidungen und Identität.

Aus genau dieser strukturellen Beobachtung heraus habe ich THE KARMA CODE™ entwickelt.
Es ist ein Diagnose- und Orientierungsprogramm für Menschen, die viel aufgebaut haben und dennoch an einem Punkt stehen, an dem bekannte Strategien, Coaching-Modelle und innere Konzepte nicht mehr greifen.

THE KARMA CODE™ setzt dort an, wo sich Ziele, Rollen und Selbstbilder entkoppeln und eine neue innere Architektur erforderlich wird.

Wenn du merkst, dass dich diese Themen persönlich betreffen, kannst du dich hier auf die Warteliste setzen lassen. Du wirst informiert, sobald der nächste Zugang geöffnet wird und erhältst vorab Einblicke in Aufbau und Inhalte.

👉 Zur Warteliste von THE KARMA CODE™
Zurück
Zurück

Wenn Astrologie gefährlich wird (und was du tun kannst)

Weiter
Weiter

Was ist Dharma? (Seelenplan, Berufung, Seelenmission)