Berufung finden: Neuorientierung mit +35 Jahren und wie die Astrologie dabei hilft

“Was ist meine Berufung?”, der Satz, den ich am häufigsten höre

Die meisten Buchungen für das Karma Horoskop erhalte ich mit der Frage, was die Berufung ist. Vor allem kommt diese Frage überwiegend von Frauen, +35 Jahre, dich schon viel im Leben erreicht haben und dann plötzlich an einem Punkt stehen, so wie sie sich selbst beschreiben, wo sie nicht mehr weiter wissen, ob es der Pfad ist, den sie weitergehen sollen oder ob sie komplett falsch liegen. Diese fast schon existenzielle Krise sucht niemanden zufällig heim. Es ist die Frage, die wir alle mit plus 35 Jahren erwarten sollten, auch wenn aktuell alles im Leben in Ordnung schein.

Die moderne Frau steht mit beiden Füßen selbst auf dem Boden, ist finanziell unabhängig und kriegt dennoch Partner und Kinder mit dem Job oder Business unter einen Hut. Man (frau) könnte sich denken, dass genau das das ultimative Ziel vieler Frauen ist und, dass sie damit das Bilderbuchleben erreicht haben.

Meistens ist das aber nicht der Fall.

Dieses unbehagliche Gefühl in der Mitte des Bauchs, ein Gefühl von Leere und Verlorenheit, das sich paradoxerweise gleichzeitig anfühlt, als wäre das Fass schon am überlaufen, wenn es wieder morgens Zeit zum Aufstehen ist… Oder jeden Abend während dem Zähneputzen, beim Auftragen der Nachtcreme oder wenn der Kopf auf dem Kissen liegt, der Partner schnarchend daneben (oder eben nicht, völlig alleine im kalten Bett), kommt ständig die Frage, “War’s das jetzt?”. Und auch wenn diese Frage oder das Gefühl unangenehm sind, ist sie goldwert.

Als erstes denkt man bei der Berufung an den Job. Man fragt sich, ob man noch glücklich im aktuellen Job ist oder hält vielleicht bereits Ausschau auf jede nächste Gelegenheit, die zur Ausrede werden könnte, um den Job zu kündigen.

Oder, ob man eher für’s Business oder für das Angestelltenverhältnis geeignet ist und am eigenen Potential vorbei lebt.

Irgendwann gibt es einen Anfangspunkt für die Dauerschleife an Büchern, Coachings, Therapien oder Weiterbildungen, wo man den Punkt der Unersättlichkeit erlangt, aber nie wirklich etwas im Leben ändert. Denn die Auswahl an Möglichkeiten hat die Unsicherheit der richtigen Wahl oder Entscheidungen nicht abgenommen, sondern noch stärker gemacht. Dabei sucht man nach diesem einen Funken Wahrheit oder nach jemandem, der dir einfach sagen kann, wozu du hier bist und was du am besten tun sollst. Wir wollen eigenständig leben und denken, aber scheuen uns davor, die Konsequenzen unserer eigenständigen Entscheidungen zu tragen.

Meistens ist jedoch die Frage falsch gestellt, was die eigene Berufung angeht. Außerdem gibt es dafür eine Abkürzung.

Dabei könnte es so einfach sein, wenn man nur weiß, wo man schauen muss, wenn man nicht noch weiter Zeit und Geld und Energie verlieren möchte, auf der ewigen Suche nach der eigenen Berufung und dem Sinn des Lebens…

Ein Blick in das Karma Horoskop ist die praktischste und schnellste Abkürzung für diese Wegweisung. Den Weg musst du dennoch selbst gehen.

Berufung ist nicht immer gleich Beruf

Berufung und Beruf werden oft Synonym verwendet, obwohl sie nicht zwingend dasselbe sein müssen. Berufung heißt nicht gleich, was du beruflich machen sollst. Auch Hausfrauen oder Hausmänner haben eine Berufung (und nicht, dass das kein Job ist, nur ist er unbezahlt…). Die Antwort auf die Frage also, wofür du gebaut bist, ist nicht, was du arbeitest. Deshalb kann derselbe Lebenslauf die Antwort geben oder sie verfehlen. Eine Frau kann zwei Jahrzehnte in einem Beruf arbeiten, der ihrer Berufung dient, ohne zu wissen, dass sie es tut. Oder, sie kann den perfekten oder den bestbezahlten Job gewählt haben, aber auf Kosten ihrer wahren Bestimmung.

Wenn du also die Astrologie genauso fragst wie Google, wo du irgendwo eingibst "Berufung finden" und hoffst, dass am Ende eine Berufsbezeichnung herauskommt, individuell auf dich abgestimmt mit Plan zur Umsetzung, wird es dir wie den anderen gehen. Die Berufung zu finden ist einfacher, als sie auszuleben. Denn finden kannst du sie mit Hilfe deines Geburtshoroskops. Zum Ausleben müssten dir ein paar schicksalhafte Positionen zusätzlich helfen.

Woran du merkst, dass du deine Berufung umgehst

  • Du fühlst dich nicht mehr in deinem Job erfüllt, egal wie sehr du versuchst, etwas an ihm zu drehen oder zu verbessern

  • Weil der Brotjob viel wichtiger war, hast du deine Leidenschaft oder deine Anziehung zu einem Thema immer übergangen oder nie ernst genommen (oder lediglich als Hobby) betrachtet

  • Deine Gaben und Fähigkeit sind für dich so normal und banal, dass du sie für wertlos hältst oder dir darüber gar nicht bewusst bist, obwohl es für andere nicht selbstverständlich, aber offensichtlich ist, dass du darin gut bist. Meistens hast du das mehrmals im Leben getan, ohne es als Job zu sehen oder dafür bezahlt zu werden. Das kommt am häufigsten vor.

Solche Muster erkennst du schon als Kind in einer Rollenverteilung in der Familie. Wenn du das älteste Kind bzw. die älteste Tochter bist, nimmst du ohnehin das meiste Karma der Familie an, um sie zu bearbeiten und wirst womöglich dahin gedrängt, relativ früh Verantwortung zu übernehmen. Oder du hast schon immer eine helfende und heilende Energie für andere, aber kümmerst dich nicht ebenso um dich selbst oder verlangst bei anderen nichts dafür. Die Berufung kann sich genau dort schlummern, wo du ohne Plan und Zutun immer reinschlitterst oder auf völlig natürliche Weise tust, ohne es für etwas besondere oder für deine Berufung zu halten.

Warum der Lebenslauf es nicht beantworten kann

Früher oder später fragt jeder Mensch nach dem Sinn des Lebens. So wie wir arbeiten oder das System von uns verlangt, als ein funktionierendes Zahnrad zu leben, hat man oft gar nicht den Luxus, sich wie historische Denker oder Philosophen darüber Gedanken zu machen, was wohl der eigene Sinn im Leben ist. Und dieser steht auch nicht in deinem bisherigen Werdegang oder Lebenslauf.

Dein Lebenslauf beschreibt, was du getan hast, wo du gearbeitet hast und was du erreicht hast. Er beschreibt dein Leben von der Geburt an. Er sagt nichts über den Sinn, warum es so gekommen ist, was du mitgebracht hast und wohin es führen soll.

Deshalb haben die Bücher dir Optionen gegeben, die Therapie hat deine Gefühle sortiert, aber keine hat deine Berufungsfrage beantwortet.

Und wie ich schon sagte, die Berufung muss nicht und ist meistens nicht dein Jobtitel.

Was das karmische Horoskop dazu sagt

In der Karma Astrologie lese ich deine Berufung zweierlei: einmal auf der seelischen Ebene, mit der Mondknoten-Achse (nördlicher und südlicher Mondknoten) und einmal auf der irdischen Ebene, angefangen mit dem Medium Coelie (MC - Punkt) und alle weitern Angaben in deinem Horoskop, die Hinweise auf deine möglichen Potentiale und zu Berufen geben.

Die seelische Berufung hast du zu bewältigen, auch wenn es nichts mit dem irdischen Beruf zu tun hat. Was du mitgebracht hast und worauf dein Leben zuläuft, also die vergangenen Erfahrungen und die neuen Aufgaben und ektionen, erkennst du anhand der Mondkonten.

Wenn aber zB der nördliche Mondkonten im 2., 6., 10. oder 11. Haus ist, kann es eine Fusion von seelischer und irdischer Berufung geben. Vor allem im 10. Haus kann es nicht noch deutlicher sein: Der Punkt, an dem deine irdische Berufung und seelischer Berufung kollidiert und sichtbar wird bzw. auch gesellschaftlich deine Rolle ist.

Du musst aber auf den Sog des Südknotens achten. Der südliche Mondknoten ist oftmals eine Komfortzone für dich, aber auch das Muster, in dem du dich verausgabst, ohne dich weiter zu entwickeln. Die Nordknoten-Seite zeigt dir aber die Richtung, die gewöhnungsbedürftig ist aber sich für dich richtig anfühlt, sobald du sie eingeschlagen hast.

Und dann ist da noch die Venus in deinem Chart. Das ist dein feminines Dharma und für Frauen ist das oft der Teil, den keine Lesung berührt, weil sie sich fast immer auf Karriere und Erfolg fixiert und nicht darauf, was dich lebendig macht.

Wenn du gerade an der Berufungsfrage stehst, ist das Karma Horoskop genau dafür gemacht. Ich lese dir, was deine Achse über deinen Platz in dieser Ordnung sagt, seelisch und irdisch.

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